Woher wir kommen
Der Name der Louis Leitz Stiftung

"Man muss die Zukunft im Sinn haben und
die Vergangenheit in den Akten"
(Charles Maurice de Talleyrand, franz.
Staatsmann, 1754 - 1838)


Die Erfindung des weltweit bekannten
Leitzordner geht auf den 1. Juli 1871
zurück, als der Mechaniker Louis Leitz
(1846 - 1918) zusammen mit einem
Arbeitskollegen eine Fakturabücher-
Werkstatt zur Fertigung der damals
üblichen "Biblorhapte-Mechanik"
(Steckmechanik mit 5 Stiften) gründete.
1896 revolutionierte Louis Leitz die
Büroorganisation mit der Erfindung der

    
 

„Hebel-Mechanik“, die – erst auf ein Holzbrett aufgebracht, dann in einem Papp-
Einband eingenietet – die „Geburtsstundedes Briefordners darstellte.

Insgesamt 127 Jahre war die Firma Louis Leitz KG in der Produktion und Vermarktung
von Büroartikeln erfolgreich tätig. Ende 1998 wurde das mittel-
ständische Familienunternehmen an einen großen, international tätigen Büroartikelkonzern verkauft, um die starke
Marktstellung europa- und weltweit
ausbauen zu können. Die ehemaligen GesellschafterInnen
verständigten sich im November 2001 darauf, die gemeinnützige Louis Leitz
Stiftung
zu gründen mit dem Schwerpunkt „Bildung, Ausbildung und Arbeit für
benachteiligte Menschen“.


Der Stiftungsrat

Lenkungsorgan der Stiftung

Der Stiftungsrat ist gemäß der Stiftungssatzung das Entscheidungsorgan der Louis
Leitz Stiftung
und wird von bis zu sieben der zur Zeit 40 StifterInnen besetzt. Er
treibt die Stiftungsarbeit voran, unterstützt durch die Stiftungsversammlung und
durch Freunde, Spender/innen und Förderer.

Die Mitglieder des Stiftungsrates engagieren sich ehrenamtlich; zudem sind die
Stiftungsräte für die länger laufenden, mittelfristigen Förderprojekte der Louis Leitz
Stiftung
als Projektpaten tätig.


Heidi Palm, Vorsitzende des Stiftungs-
rates und Stiftungsrätin seit 2005;
Projektpatin beim Förderprojekt
WINGS OF HOPE:
„Bildung und Ausbildung befähigen uns, in
unserer Welt leben und überleben zu
können. So setze ich mich, neben meiner
Tätigkeit als Rechtsanwältin und Media-
torin, in Familien- und Erbsachen, als Stiftungsrätin der Louis Leitz Stiftung gerne dafür ein, Bildungs- und Ausbildungschancen für diejenigen zu schaffen, die dieses Angebot bisher nicht hatten. Dies soll nicht nur
Jugendlichen Bildung ermöglichen, sondern auch jungen Erwachsenen, denen aus den verschiedensten Gründen eine Ausbildung bisher verwehrt wurde.
Bildung schafft Selbstvertrauen. Bildung schafft einen Platz im Leben. Bildung
sichert die Zukunft. Möglichst viele sollen unterstützt werden, für sich selbst sorgen zu können, um so einen guten Platz im Leben finden zu können. Damit können sie dann auch wieder ihren Familien helfen. Kreativität und Ausdauer sind angesagt, um langfristig vielen helfen zu können.“
 
Gisela Klaiber, stv. Vorsitzende des Stiftungsrates und Stiftungsrätin seit 2008; Projektpatin bei den Förderpro-
jekten SELF und TANDiEM:
„Das Konzept unserer Stiftung benach-
teiligten, jungen Menschen durch das
Angebot von Bildungs- und Ausbildungs-
möglichkeiten eine gewisse Anschubhilfe
zu einer selbstbestimmten Zukunft zu
bieten, finde ich ausgesprochen über-
zeugend. Gerade weil den Kindern
unserer Familie durch ihre Herkunft so
viele Chancen offen stehen, freue ich
mich sehr über die Möglichkeit, auch
weniger privilegierten Menschen in ihrem
Recht unterstützen zu dürfen, ihre
eigenen Fähigkeiten und Anlagen besser
entfalten zu können.Die Vielseitigkeit der
Arbeit für unsere Stiftung, die Gelegenheit, neue Kontakte zu engagierten und
verantwortungsbewussten Mitarbeitern der verschiedenen Förderprojekte knüpfen
zu können, und das Gefühl, einen kleinen Beitrag zur Zukunft der Louis Leitz Stiftung
leisten zu können, empfinde ich als Herausforderung.“
 
Margit Leitz, Stiftungsvorstand und Stiftungsrätin seit 2002; Projektpatin bei
den Förderprojekten OPEN_MUSIC, LESE-
BRÜCKE,
MEDICA,und ANNA-HAAG-HAUS:
„Ich engagiere mich für die Louis Leitz
Stiftung, weil ich dadurch die Möglichkeit
habe, zwar im Kleinen, dafür aber aktiv zu
Veränderungen für eine gerechtere Welt
mit Zukunftsperspektiven beizutragen.
Dieses Engagement bereichert, da es zum einen zur Auseinandersetzung zwingt und
zum anderen Begegnungen mit hoch
engagierten Menschen und innovativen
Lösungsansätzen mit sich bringt. Sie sind
Ansporn und Motivation zugleich, zeigen
sie doch, dass Veränderung möglich ist;
dass Menschen ohne Perspektive mit den
 
Werkzeugen zur Selbsthilfe ihre Lebensbedingungen effektiv und langfristig für sich
und ihre Kinder verbessern können. Ich habe die Idee der Errichtung einer
gemeinnützigen Stiftung auch deshalb aktiv mit vorangetrieben, weil es mir wichtig
war, dass unsere große, weit verzweigte Familie gemeinsam gesellschaftliche
Verantwortung übernimmt und "sinnstiftend" wirkt."

Helmut Leitz, Stiftungsvorstand und
Stiftungsrat seit 2002; Projektpate bei den Förderprojekten ANAS, PEERS, CAP-
STONE,
COMMUNITY PRE-SCHOOLS:
„Ich arbeite gerne für die Louis Leitz
Stiftung mit ihren gemeinnützigen Zielen,
weil es eine Bereicherung meines Lebens
darstellt, benachteiligten Menschen in
aller Welt zu helfen, ihre Lebensumstände durch Bildung, Ausbildung und Arbeit
nachhaltig zu verbessern. Als Geschäfts-
führer eines größeren, mittelständischen
Unternehmens war ich über viele Jahre
hinweg in erster Linie wirtschaftlichen
Zielen verpflichtet.Es ist nunmehr aber auch sehr spannend, gemeinnützige Zielsetzungen zu verfolgen und mit ganz anderen Menschen einen
intensiven Kontakt zu pflegen.“

Helen Schnepf, Stiftungsrätinseit 2011:
„Als gerade fertige Studienabsolventin der
Betriebswirtschaft liegt mir unser
zentrales Thema „Zukunft stiften„ sehr am Herzen. Ich bin sehr dankbar darüber,
dass mir immer alle Möglichkeiten offen
standen, und freue mich darauf, durch
meine Arbeit im Stiftungsrat vir allem
jungen Menschen zu helfen, Perspektiven
zu entwickeln.
Die ersten kleinen Schritte in Richtung
Zukunftssicherung wurden bereits
erfolgreich gemacht, und es freut mich
deshalb, dass wir als neuer, generations-
übergreifender Stiftungsrat mit Elan und
Spaß weiterhin diesen Weg verfolgen
werden.„

Michael Klaiber, Stiftungsratseit 2011:
Projektpate beim Förderprojekt SEEHAUS: „Nicht jeder Mensch hat das Glück, in eine Familie geboren zu werden, die einem
Rückhalt, Geborgenheit und die finanzielle
Sicherheit bietet, sich einen Bildungsweg
auszusuchen, der zu einem passt. Ich
selbst hatte dieses Glück und hatte
dadurch die Möglichkeit, frei meinen
privaten und beruflichen Werdegang zu
bestimmen. Die LLstiftung bietet mir nun
die Gelegenheit, einen kleinen Teil zurück-
zugeben.
Meiner Meinung nach sind Bildung, Aus-
bildung und Arbeit die Grundlagen für eine
eigenständige und selbstbestimmte
Lebensführung. Aus diesem Grund freue
ich mich darauf, dazu beitragen zu können, junge Menschen, die nicht diese
Möglichkeiten haben, zu unterstützen und zu fördern.„
Ingrid Leitz, Stiftungsrätinseit 2011:
„Es gibt zahllose Motivationen und
Möglichkeiten, sich in unserer Gesellschaft zu engagieren. Die Arbeit unserer Stiftung ist eine davon, die - wie ich empfinde - nicht nur für uns Stifter eine emotionale Befriedigung mit sich bringt, sondern „am anderen Ende„ bei den Adressaten der Projekte auch belegbare, individuelle Erfolge hervorbringt. Mich beeindruckt, dass unsere große Stifterfamilie - ein Sammelbecken verschiedenster Lebensentwürfe, politi- scher Auffassungen und nicht zuletzt Generationszugehörigkeiten - imstande war, sich auf eine gemeinsam getragene Linie samt Stiftungszweck zu einigen. Als
Neuzugang auf der Stiftungsratsebene freue ich mich nun darauf, an der
Weiterentwicklung des Stiftungsprofils selbst mitwirken zu können.„


Stiftungsrat-Mitglieder a.D.
Engagement für die LLstiftung


Hans-Georg Klaiber, Vorsitzender
des Stiftungsratesund Stiftungsrat
von 2002 - 20011:
„Als ein typisches, mittelständisches
Familienunternehmen fühlte sich die Louis Leitz KG in den über 125 Jahren ihres
Bestehens neben den unternehmerischen
Zielen immer auch der sozialen Verant-
wortung für ihre Mitarbeiter verpflichtet.
In diesem Sinn habe ich, als der für den
Personalbereich zuständige Geschäfts-
führer, mich nach dem Verkauf unseres
Unternehmens ausgesprochen gern für die Mitarbeit in unserer Stiftung zur Verfügung gestellt.
Auf diesem Weg ganz konkret dazu bei-
tragen zu können, auf vielfältige Weise
benachteiligten Menschen zu einer
verbesserten Ausgangsposition für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches
Leben zu verhelfen, also Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, empfinde ich als große
persönliche Bereicherung."
Dorothee Dessel, stv. Vorsitzende des
Stiftungsrates und Stiftungsrätin von
2002 - 2011;Projektpatin bei den Förder-
projekten SEEHAUS, SHANGRI-LA und KINDERSOLDATEN:
„Ich empfinde es als notwendig, Zeichen
zu setzen, da in der heutigen, schnell-
lebigen Zeit der Medien das persönliche
Miteinander und soziale Füreinander häufig
in den Hintergrund tritt. Deshalb freut es
mich, mit meiner Arbeit in der Louis Leitz
Stiftung wenigstens einigen benach-
teiligten Menschen die Chance zu bieten,
eine bessere Zukunft zu realisieren. Wir
sind erst am Anfang und ich hoffe, dass
wir mit Hilfe von Vernetzung und Erfahr-
ungsaustausch noch sehr viel Größeres
bewirken werden. Denn Eigenverantwort-
lichkeit und Autonomie sind unantastbare und unbestreitbare Rechte und können für
benachteiligte Menschen ein neues Leben bedeuten.

Sabine Leitz, Stiftungsrätin von
2005 - 2008:
„Vor der Wahl des neuen Stiftungsrates
konnte ich als Gast an mehreren Stif-
tungsratsitzungen teilnehmen, was mein
Interesse an der Louis Leitz Stiftung noch
vertieft hat. Besonders eindrücklich für
mich war die Auswahl von Projekten zur
Förderung benachteiligter Bevölkerungs-
gruppen und die wirtschaftliche Begleitung
bis hin zu den persönlich menschlichen
Kontakten mit den Verantwortlichen vor
Ort.
Das Gespräch mit Familienmitgliedern über
derartige Themen empfinde ich als sehr
bereichernd. Für die nachfolgende junge
Generation sehe ich in der Stiftung einen
Identifikationsaspekt, der über das
 

Ute Leitz, Stiftungsrätin von
2002 - 2008 und Projektpatin beim
FörderprojektMEDICA:
„Das Engagement in einer Stiftung ist eine
der Möglichkeiten, sich zur Mitwirkung zu
entscheiden, Zeichen und Akzente zu
setzen und teilzuhaben an der Suche
nach Lösungen.
Die Gegensätze von arm und reich, Macht
und Ohnmacht, Gewalt und Unterdrückung
nicht hinzunehmen und Entwicklungen zu
unterstützen, die auf Gerechtigkeit, fried-
liches Zusammenleben und die Entfaltung
würdiger Lebensverhältnisse gerichtet
sind - das ist für mich Motivation, Ziel und
Vision. Einigen Menschen den Zugang zu
Bildung, Ausbildung und Arbeit zu eröff-
nen, ist ein kleiner Schritt in die richtige

Richtung."


Angela Klaiber, Stiftungsrätin von
2002 - 2005; Projektpatinbeim
FörderprojektCJD NIEDERMÜHLE:
„Durch meinen Beruf (Diplompädagogin) und als Vorsitzende des Kinderschutz-
bundes in Lindau habe ich viel Erfahrung
im Umgang mit jungen Menschen. Ich
engagiere mich gerne für Kinder und Jugendliche, weil sie die Zukunft jeder
Gesellschaft sind, und weil ich betroffen
bin, wie ungerecht die Lebenschancen
oft sind.
Langfristig erhalten sie durch unsere Projekte – wenn auch nur in einem be-
stimmten Umfang und begrenzten Ausmaß
– bessere Lebensbedingungen und neue
Zukunftschancen, an denen sie beteiligt
werden und die sie selbstverantwortlich mittragen können.“